Archive für Social Web

Bildschirmfoto 2014-09-18 um 13.42.41Man kennt sich beim Kommunikationskongress, dem alljährlichen Klassentreffen der Pressesprecher und Pressesprecherinnen in Berlin. Seit nunmehr über zehn Jahren treffen sich dort die Kommunikatoren großer deutscher Unternehmen und Verbände. Nicht wenige sind von Anfang an dabei. Doch auch diejenigen, die erstmals dort sind, loben die Atmosphäre und die sehr hohe Qualität der Vorträge und Workshops.

Auch blueReport ist nun schon seit einigen Jahren als Aussteller vor Ort und trifft dort nicht nur auf neue Gesichter, sondern besonders gerne auch Kunden und Kooperationspartner.

Überraschende Keynotes und Best Practice Beispiele

Zu den diesjährigen Highlights gehörten mit Sicherheit die Keynote-Speaker Peter Altmaier, der anstatt des verstorbenen Frank Schirrmacher sprach, Roger Willemsen, Viktor Mayer-Schönberger und nicht zuletzt Joey Kelly, der wohl für einen der überraschendsten und unterhaltsamsten Beiträge des Kongresses sorgte.

Der Musiker und Extremsportler widmete seinen Vortrag dem Schwerpunktthema des Kongresses „Motivation“. Humoristisch zog er Parallelen zwischen seiner Expedition in der Antarktis und dem, was Motivation in der internen Unternehmenskommunikation ausmacht: Gute Stimmung, Respekt und Leistung.

 

Best Practice Beispiele spielten auch in diesem Jahr wieder eine wichtige Rolle auf dem Kommunikationskongress. So berichteten der Pressesprecher von E.ON und Traditionsunternehmen wie Vorwerk, wie sie ihre Kommunikation, teilweise erst sehr spät, dem digitalen Wandel angepasst haben und wie sie sich in Zukunft aufstellen wollen.

Viele Keynotes und Vorträge sind bereits jetzt über den Youtube-Kanal des Kommunikationskongresses abrufbar.

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In wenigen Tagen startet die dmexco 2014 und wir freuen uns darauf, Sie am kommenden Mittwoch und Donnerstag an unserem Stand E-29 in der Halle 7 begrüßen zu dürfen. In guter Tradition laden wir Sie am ersten Messetag ab 17.00 Uhr auf ein Glas Crémant ein.

dmexco Logo
Auch in diesem Jahr haben wir unseren Stand wieder komplett neu erfunden und viel Leidenschaft in unser Design gesteckt. Am wichtigsten ist es uns, dass Sie sich an unserem Stand willkommen fühlen und blueReport persönlich kennen lernen können. Erleben Sie fortschrittliches Media Monitoring nach Maß, unsere intuitive Web App und Reporting-Funktionen auf höchstem Niveau.

Wir laden ein zum Crémant-Empfang

Am ersten Messetag, den 10.9.2014, laden wir Sie ab 17.00 Uhr auf ein Glas Crémant oder ein Glas Orangensaft ein. Wir freuen uns auf die Gespräche in gemütlicher Runde. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Um Ihre eigene Terminplanung vor Ort zu erleichtern, können Sie aber schon jetzt einen Termin mit uns vereinbaren.

„Wer heute auf Social Media Monitoring und Social Media Analytics verzichtet, unterliegt spätestens morgen einem harten Wettbewerb am Markt und bleibt dauerhaft anfällig für Kommunikationskrisen.”

Mit dieser These rief Mike Schnoor zur Blogparade auf. Wie lassen sich Kommunikationskrisen vermeiden? Bietet ein Monitoring Schutz? Das sind Fragen, die auch unsere Kunden und damit uns beschäftigen. Wir möchten daher die Gelegenheit nutzen, die Debatte an dieser Stelle zusammenzufassen.

Was sind eigentlich Kommunikationskrisen?

  1. Kommunikationskrisen sind zunächst das Resultat fehlgeschlagener Kommunikation. Die Bandbreite dessen, worauf Unternehmenskommunikation reagieren muss, ist dabei sehr groß: Fehlgeleitete Kommunikation im Service, Enthüllungen von Unternehmensgeheimnissen oder Fehltritten und geballte Enttäuschung von Kunden.
  2. In der Regel sind Kommunikationskrisen nicht das Ergebnis einzelner Aktionen oder Reaktionen. Krisen entstehen meist erst durch die Summe kommunikativer Fehltritte.
  3. Auch das Ausbleiben jeglicher Kommunikation kann sich negativ auswirken.
  4. Eine Unternehmenskrise ist nicht automatisch auch eine Kommunikationskrise. Die Möglichkeiten der Kommunikation enden, wenn bisher verheimlichte, oder zumindest nicht offen kommunizierte, Fakten über ein Unternehmen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken.

Unternehmenskrisen, Shitstorms und langfristige Reputationsschäden

Lange waren Shitstorms das Standardbeispiel für Kommunikationskrisen. Nach nun mehrjähriger Betrachtung verschiedener Praxisbeispiele hat sich die Sichtweise auf Empörungswellen nach und nach relativiert. Nicht jede Anhäufung an Kritik oder Missmut ist gleich ein „Shitstorm“ und nicht aus jeder derartigen Welle resultiert ein wirtschaftlicher Schaden oder eine beschädigte Reputation. (Arne Klempert, Director Digital bei der Kommunikationsberatung FleishmanHillard, hat anlässlich des KrisenPRCamps dazu ein spannendes Kurz-Interview gegeben).

Wer daraus schließt, dass ein Media Monitoring nur ein Nice-to-have ist, irrt. Als Einzelfall betrachtet mag der Schaden nicht erheblich sein, aber keinem Unternehmen kann die Web Reputation, die Summe aller Eindrücke, egal sein.

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Journalist und Aktivist Jacob Appelbaum spricht auf der re:publica 2014 in der Station-Berlin. Copyright: DAVIDS/Gregor Fischer, 06.05.2014

Journalist und Aktivist Jacob Appelbaum spricht auf der re:publica 2014 in der Station-Berlin.
Bild: DAVIDS/Gregor Fischer, CC-BY-SA 2.0

Seit zwei Tagen tummeln sich Netzinteressierte auf der größten Web-Konferenz Europas – der re:publica (rp14) in Berlin. Auch heute bietet sie noch ein volles Programm mit zahlreichen Vorträgen, die vor Ort, aber auch online verfolgt werden können.

Die re:publica findet nun zum achten Mal in Folge statt und noch nie war das Konferenzfestival, wie es die Veranstalter nennen, so vielfältig wie in diesem Jahr. Insgesamt 350 Sessions werden angeboten, teilweise bis zu 18 gleichzeitig, 150 Vorträge sind auf englisch und international besetzt. Quantität und Qualität der Vorträge haben die re:puplica längst auch zu einem Medienereignis gemacht. Die klassischen Online-Medien berichten intensiv.

Die Vielfalt gewährt aber auch jedem Teilnehmer seine ganz eigene rp14, seinen eigenen Blick auf den digitalen Wandel.

Das Netz nach Snowden & Co.

Dominiert wird die Veranstaltung im Jahr nach Beginn der Snowden-Enthüllungen von den Themen Überwachung, Datenschutz und Privacy. Wie kann man sich vor Überwachung schützen? Was macht der NSA-Skandal mit uns als Gesellschaft? Jacob Appelbaum (Tor Project) ruft in seiner Keynote zusammen mit Jillian York (Electronic Frontier Foundation) zu einer Kommunikation auf, die sich an den „Safer Sex“-Kampagnen der 90er Jahre orientiert. Es müsse selbstverständlich sein, sich und seine Umgebung vor Überwachung zu schützen.

21% der Berichterstattung über die rp14 in klassischen Online-Medien erwähnt auch den Auftritt von David Hasselhoff. (6. und 7. Mai 2014).

21% der Berichterstattung über die rp14 in klassischen deutschsprachigen Online-Medien erwähnt auch den Auftritt von David Hasselhoff. (6. und 7. Mai 2014).

Teile der Anwesenden mögen sich als eine Community verstehen, die sich zum jährlichen Klassentreffen in Berlin wiedersieht - doch ihre Themen sind keine Insider-Themen mehr.

Noch nie schien es so notwenig, dass Netzthemen in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit rücken.

Die finnische Sicherheitsfirma F-Secure bemühte sogar David Hasselhoff als „Markenbotschafter“ für digitale Freiheit. Den bisweilen skurrilen Auftritt mag der ein oder andere eher mit Verwunderung aufgenommen haben, doch als PR-Aktion hatte er durchschlagenden Erfolg: Für zahlreiche Online-Medien diente Hasselhoff als Aufhänger und Anekdote in der Berichterstattung.

Medienwandel – Blogs, Online-Medien und die Frage nach der Finanzierung

Die re:publica ist auch immer ein Gradmesser für den digitalen Medienwandel. Zu den spannendsten Beiträgen in diesem Feld gehörte ein Panel zu neuen Formaten im Lokaljournalismus und ein Vortrag zum Geschäftsmodell „Unsinn verbreiten“, das billiger als seriöser Journalismus ist und dennoch hohe Reichweiten generieren kann.

In der Kategorie „MEDIA“ spricht Lorenz Matzat heute noch über Roboterjournalismus und die Möglichkeiten von Algorithmen in der Berichterstattung. Zudem gibt es u.a. ein Panel zur Zukunft des Radios und zur Frage, was eigentlich guter Journalismus ist.

Zahlreiche spanende Vorträge online

Auch heute werden wieder zahlreiche Vorträge live als Video oder im Audioformat übertragen. Die Sessions der aktuellen und die der vergangenen Jahre finden sich im Youtube-Kanal der re:publica. Aber Vorsicht: Die Vorträge könnten zeitlich locker Ihren Jahresurlaub in Anspruch nehmen.