Sind das iPad und die damit verbunden neuen Geschäftsmodelle nun eine Bedrohung oder ein Segen für die Verleger? Oder gar die Rettung der Medienhäuser, wie das etwa Axel Springer CEO Mathias Döpfner in seinem Talk bei Charlie Rose im April 2010 behauptete? Nein, habe ich in meiner Präsentation anlässlich der iPad-Konferenz des Internet Briefings an 1. Juni 2010 in Zürich gesagt und sehe das auch heute — also gut fünf Monate danach — immer noch so.
Jüngste Berichte aus Deutschland «Den Großteil seiner Online-Einnahmen erzielt Springer jedoch nicht mit Content.» (Meedia) oder auch aus den USA «iPad expectations for content companies coming down to earth» (Kevin Anderson) bestätigen meine These. Auch die iPad-Verkaufszahlen blieben unter den Erwartungen vieler Analysten, in der Schweiz wurden angeblich noch keine 100’000 Stück verkauft. Und vor wenigen Tagen meinte dann Mark Zuckerberg lapidar: «Das iPad ist nicht mobil. Zur nächsten Frage bitte.» und will deshalb keine iPad-App für Facebook rausbringen.
Es scheint also, dass ich mit meinen Einschätzungen nicht völlig daneben lag und deshalb wage ich diese hier zu veröffentlichen. Reto Hartinger hat mir nämlich vor wenigen Tagen freundlicherweise den Videostream zu meiner Präsentation zugänglich gemacht. Ich danke Reto an diese Stelle dafür, wünsche kurzweiliges sowie anregendes Stream-Schauen und bin gespannt auf Kommentare.
Präsentation von Denis Nordmann, cognita AG, an der iPad-Konferenz des Internet Briefings an 1. Juni 2010 in Zürich. Dauer: 37 min, Schweizerdeutsch ohne Untertitel und mit G3 ist natürlich 3G gemeint