Google verschläft seine grösste Chance im Social Web

Publiziert von Simone Wagner, am 28. März 2012, um 11:00

Von Andreas Goeldi*, Experte für Internet- und Video Marketing und CTO von pixability, Cambridge/USA. Der Artikel wurde frei aus dem Englischen übersetzt.

Google befindet sich im Kampf mit Facebook und ist dabei zu verlieren. Ironischer Weise verzichtet das Unternehmen in diesem Wettbewerb auf seine stärkste Geheimwaffe.

Google+, immerhin Googles dritter Versuch, ein Soziales Netzwerk zu etablieren, ist mittlerweile 9 Monate am Markt. Angesichts des Kapital- und Personalaufwands kann man sicherlich nicht von einem überragenden Erfolg sprechen. Zwar hat Google+ mittlerweile 100 Millionen Nutzer, allerdings ist dies zu einem erheblichen Teil automatischen Anmeldungen neuer Android-Nutzer geschuldet. Jeder aktive Google+-Nutzer kann vermutlich bestätigen, dass die anderen aktiven Nutzer nahezu ausschließlich Internet-Experten und Social Media-Berater sind. Dasselbe geht auch aus den Statistiken hervor.

Für den „normalen“ Nutzer scheint es keinen Grund zu geben, von Facebook zu Google+ zu wechseln. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Google+ versucht krampfhaft Facebook zu kopieren und seine wenigen Innovationen (wie die Kreise) sind marginal und für Facebook leicht zu kopieren.

Eine starke Position in den Social Media ist für Google allerdings essentiell. Einfaches Suchmaschinen-Marketing hat eine Sättigung erreicht und die kostbare Aufmerksamkeit der Nutzer wird von den Social Media eingenommen. Und die Werbe-Dollar folgen dieser Aufmerksamkeit.
(weiterlesen…)

blueBreakfast mit Xing, Facebook, Google+ & Co.

Publiziert von Simone Wagner, am 1. Dezember 2011, um 15:48

Wie finde ich meine Zielgruppen und Themen in Sozialen Netzwerken? Wo wird im Web über mein Unternehmen, Verband oder Produkt gesprochen? Um Antworten aufzuzeigen und zu diskutieren haben wir gestern zum blueBreakfast, dem Frühstück für PR-Professionals, ins Lux 11 in Berlin Mitte geladen.

Begleitet von Milchkaffee und Croissants sprach unser Geschäftsführer Christian Beilborn über die Entwicklung und Relevanz Sozialer Netzwerke. Am Fallbeispiel “wir-sind-einzelfall.de” zeigte er, wie rasant sich einzelne Themen netzwerkübergreifend verbreiten können und wie wichtig es sein kann, seine eigenen Themen sicher im Blick zu haben. Key Account Managerin Kristina Müller bot im Anschluss umfassende Einblicke in das Social Media Monitoring mit blueReport.

Wir bedanken uns bei den zahlreich erschienenen Gästen für den spannenden und freudigen Austausch. Das nächste blueBreakfast ist bereits in Planung.


Nach der Veranstaltung: Das Power-Team aus Sales und Marketing.

Google+ – die Alternative zu Facebook?

Publiziert von Wiebke Sucker, am 26. Juli 2011, um 15:38

Seit wenigen Wochen steht ein neuer Stern am Himmel des Web 2.0: Google+. Ich habe mich auf Entdeckungsreise begeben um das neue soziale Netzwerk zu erkunden. Diese von Google geschaffene soziale Plattform funktioniert im Grunde wie jede andere: Verbindungen mit Freunden, Verwandten, Bekannten, Kollegen etc. werden geschaffen, man verteilt Nachrichten, veröffentlicht Fotos und tauscht sich aus.

Die Beta-Version von Google+ gilt in den Medien schon jetzt als ein potenzieller Rivale für Facebook. Obwohl das Design von Google+ dem von Facebook in vielerlei Hinsicht ähnelt, gibt es doch Features, die das neue Netzwerk attraktiver machen. Gruppenchats für bis zu 10 Personen (sogenannte “Hangouts”) oder die klare und einfache Anordnung der Kontakte in verschiedene “Circles” sind wohl auch Gründe, warum die Mitgliederzahl binnen kürzester Zeit auf weltweit über 20 Millionen stieg.

Um den Nutzern die Selektierung zu erleichtern, ob Posts, Nachrichten und dergleichen nur an bestimmte Circles oder in der Öffentlichkeit verbreitet werden, gibt es bei Google+ eine einfache und transparente Privatsphäre-Einstellung. Diese wird von den Nutzern sehr begrüßt, da nun die Möglichkeit besteht, Meinungsäußerungen u.ä. nur ausgewählten Kreisen zu präsentieren. Dies war bei Facebook bisher nur über das Anlegen von Listen – einem selten genutzten Feature – möglich.

Google+ ist derzeit der Liebling der Medien. Online-Medien und Blogs erklären das neue Netzwerk und beschäftigen sich vorrangig mit dem Vergleich von Google+ und Facebook. Auf verschiedenen Fachseiten verbreitet sich wie ein Lauffeuer die Nachricht, dass Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, derzeit der populärste Nutzer der Konkurrenz ist. Doch auch Google ist sich der Relevanz von Facebook bewusst. In kürzester Zeit sind zu Google+ verschiedene Gruppen und Pages entstanden. Zudem gibt es bereits zahlreiche Blogs wie GooglePlusInside oder gpluseins, die sich mit Google+ beschäftigen.

Derzeit ist Google+ noch eine spiele- und werbefreie Zone, dies wird sich aber vermutlich schon sehr bald ändern. In Zukunft werden Businessprofile auf Google+ erlaubt sein. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, sich zu präsentieren und zu werben. Auch kommende Features, wie beispielseise das geplante “Google-Meeting”, machen die neue Plattform für Unternehmen interessanter. Mit dieser Funktion wird es möglich sein, Videokonferenzen abzuhalten und aufzuzeichnen, Screencasts zu nutzen, Dokumente zu verschicken und einzusehen, Notizen zu machen etc. “Google Meeting” bietet somit eine starke Alternative zu den bisherigen, in der Regel kostenpflichtigen, Lösungen.

Bisher ist bei Google+ jedoch weder für Privatpersonen noch für Unternehmen vorgesehen, eigene Gruppen gründen zu können. Die Option, als Privatperson bestimmte Marken und Unternehmen zu unterstützen fällt somit weg. Dennoch, das neue soziale Netzwerk hat großes Potenzial und scheinbar auch dem Betreiber von Facebook, Mark Zuckerberg, Respekt eingeflößt. Dieser beauftragte eine Agentur, um kritische Medienberichte über Google zu lancieren. Die Undercover-Meinungsmache flog auf – für Facebook wird der Fall zum PR-Desaster.