Archive für Social Web

Bild von Joe Trippi

Campaigning Pionier Joe Trippi

Er gilt als Pionier des politischen Social Media Campaigning. Am 7. Juni wird Joe Trippi auf dem Campaigning Summit Zürich sprechen.

Joe Trippi war 2004 Wahlkampfmanager für Howard Dean, der damals gegen George W. Bush antreten wollte. Seine Kampagne ist als erster internetbasierter Wahlkampf in die Geschichte eingegangen. Über Online-Plattformen wurden Kleinspenden gesammelt und freiwillige Wahlkampfhelfer organisiert. Damit schafften Trippi und sein Team die Grundlage für die Social Media Wahlkämpfe der danach folgenden Jahre.

Bis heute ist Joe Trippi einer der bekanntesten Politikberater. Er arbeitete unter anderem für John Edwards, der 2004 und 2008 an den Vorwahlen für die Präsidentschaftswahl teilnahm. Für verschiedene Kampagnen war er auch international tätig. So unterstützte er beispielsweise 2008 in Simbabwe Morgan Tsvangirai (Bewegung für einen demokratischen Wandel (MDC)) in seinem Wahlkampf gegen Robert Mugabe und 2011 Goodluck Jonathan, den heutigen Präsidenten von Nigeria.

Bereits 2004 veröffentlichte er sein viel beachtetes Buch. “The Revolution Will Not Be Televised“.

Campaigning Summit

Trippi ist einer von fünf Referenten des Campaigning Summits Zürich am 7. Juni 2013. Tickets für die Veranstaltung, die unter dem Motto «Menschen, die bewegen – Kampagnen, die bewegen.» stattfindet, sind noch erhältlich. Mit dem Code “blue13MA” gibt es zudem 10% Rabatt auf alle Ticketkategorien.

Verlosung von “The Revolution Will Not Be Televised”

Alle Teilnehmer des Campaigning Summit können zusätzlich ein Exemplar von Joe Trippis Buch gewinnen. Einfach bis zum 31. Mai. 2013 eine Nachricht mit dem Stichwort “Campaigning Summit” an service@blueReport.net schicken. Unter allen Einsendungen werden drei Bücher verlost. Die Gewinner bekommen die Exemplare direkt vor Ort auf dem Summit. Der Autor wird diese dann noch signieren.

Joe Trippi im Interview

Wir haben den Politikberater zudem zur Rolle der Sozialen Netzwerke im Wahlkampf, dem Einfluss der Social Media und dem Zusammenhang zwischen Campaigning und Public Relations befragt.

blueReport:  More and more politicians in Germany and Switzerland are using social media to communicate with voters and future voters. Most of them focus on Facebook and Twitter. Is this enough? What are the key social media channels in 2013?

Joe Trippi: It’s not a matter of being on enough channels- it’s a matter of being on the right channels, for your audience and the people you are trying to reach. The way campaigns are headed is the way that marketing for products is heading: towards personalization. How much do you know about your audience? Do you know their likes and interests and, for that matter, their dislikes? And can you reach them where they are, on platforms they’re using, in a way that they want to be reached, with relevant and actionable information. This was the big story to come out of the US election in 2012: the rise of big data in political campaigns. There are inherent risks here too with the potential for abuse or actually moving backwards towards top/down communication instead of from the bottom up, but, through personalization and custom targeting, there are also real rewards.

Let me give you an example. The Obama campaign in 2012 used data acquired through it’s Facebook app- which launched when the President announced his re-election bid and asked supporters to post “I’m in” through the app on their walls. The campaign amassed this data and then, right before the election, they mined that data and asked their supporters to directly contact their friends in key swing states via Facebook. In all, more than 600,000 supporters shared posts with an estimated 5 million individual targets through this system. It’s just one example of being a lot smarter on social media, and using technology to empower your supporters.

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rp13

Sind Blogs qualitativ vergleichbare Alternativen zu klassischen Online-Medien? Kann man vom Bloggen leben? Auf der re:publica (rp13) wurde dies in verschiedenen Sessions mit Blog-Schwerpunkt diskutiert. Die Gespräche sowie Präsentationen der Referenten zeigen, dass sich die Szene zunehmend professionalisiert und es immer mehr Blogger gibt, die mit Ihren Posts auch Geld verdienen können.

Leidenschaft bis zur Professionalisierung

Die Blogger-Runde zur rp13-Session „Sportblogs und Sportjournalismus – Von investigativen Journalismus aus der Nische“ zeigt, dass die Begeisterung für einen Sport über den Rand der Professionalität hinaus gehen und zu einem zweiten Fulltime-Job werden kann. Dahinter steckt in der Regel viel Wille, Leidenschaft und Energie, denn über Sportereignisse zu berichten kostet Zeit und vor allem auch Geld. Sebastian Fiebrig (bloggt über Fussball) berichtet, wie schwierig es für Blogger ist, sich als Pressevertreter akkreditieren zu lassen, geschweige denn O-Töne aus den Interviews später dann auch für den Blog verwenden zu dürfen.

Teuer wird es dann vor allem bei kostenintensiven Sportarten wie zum Beispiel dem Motorsport. Die Teilnahme an allen Rennen ist gar nicht finanzierbar, sagt Don Dahlmann. Eine Formel 1 Saison würde den Blogger mit Anreise und Unterkunft ca. 35 000 EUR kosten. Exklusive Informationen bekommt man dann aus einem guten persönlichen Netzwerk. Der Aufbau eines solchen dauert Jahre.

Blogs als Alternative zu klassischen Medien

Online-Medien können sich selten eine exklusive Nischen-Zielgruppe leisten. Freunde des Lacrosse, des Fallschirmspringens oder des Ultimate Frisbees finden die für sie spannenden Informationen vielleicht eher in der Blogossphäre.

Ob Finanzblogs die häufig komplizierte und nicht für jeden verständliche Sprache des deutschen Wirtschaftjournalismus ausgleichen können oder sogar sollten wurde in der Session „Finanzblogs: Intellektuelle Elite oder verständliches Massenmedium?“ diskutiert.

Finanzblogs haben wie viele andere Themenblogs eher ein Fachpublikum als Zielgruppe. Richtige Aufklärungsarbeit kann in diesem kaum geleistet werden bzw. würde die Leser nicht zuletzt auch langweilen. Thomas Knüwer sieht für die Zukunft Potential bei den Banken selbst. Auch diese werden, angesichts der Debatte über Content Marketing, Corporate Blogs oder Sponsored Blogs, bzw. die damit verbundene Möglichkeit über Finanzprodukte aufzuklären, entdecken. Die Frage nach der Unabhängigkeit wird in diesen Fällen schwierig. Aber auch die Qualität unabhängiger Blogs ist nicht immer einfach einzuordnen oder zu erkennen.

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presse_logos-07Heute startet die 7. re:publica, die größte Konferenz in Deutschland über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft, in Berlin.

Die wohl meist bemühte Floskel zur re:publica ist der Begriff des “Klassentreffens” der deutschsprachigen Blogger-Szene. Mit mittlerweile 5000 Teilnehmern, 450 Speakern und insgesamt 263 Vorträgen und Workshops an drei Tagen ist die Klasse ziemlich groß geworden – längst trifft sich nicht mehr nur eine kleine eingeschworene Gruppe an Bloggern. Wie das Social Web, mit allen Facetten und Graden der Professionalisierung, hat auch das Publikum der re:publica an Bandbreite gewonnen. Für immer mehr Kommunikationsprofis aus Organisationen, Unternehmen und Verlagen wird die re: publica zur Pflichtveranstaltung. Für viele jene im Jahr, auf die man sich am meisten freut. 

Die re:publica 13 ist gewohnt politisch, schafft bewusst aber keinen Raum für Wahlkämpfer, wie Veranstalter Markus Beckedahl der Märkischen Allgemeinen sagte. Nicht zu kurz kommen wird das Thema “Netzneutralität”, das durch die jüngsten Tarifänderungen der Telekom an Aktualität gewonnen hat.

Neu im diesem Jahr ist ein Start-up Area, in dem junge Gründer ihre Geschäftsideen vorstellen können. Die Session-Kategorie “Media” verspricht sehr spannende Diskussionen zu den Themen Medienwandel und Verschmelzung von Medienkategorien.

So stellt z.B. das ZDF sein gemeinsames Fakten-Check-Projekt mit Wikimedia am 6. Mai von 16.- 17.00 Uhr vor. Während des Wahlkampfes sollen crowdgesourct Politiker-Aussagen überprüft werden. Christopher Buschow rekonstruiert am 8. Mai von 13.45 -14.15 Uhr die Themenkarriere des Leistungsschutzrechts und Lothar Müller, Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, macht sich am gleichen Tag von 13.00 -13.30 Uhr Gedanken zur Zukunft der Zeitung und zur Medientheorie des Papiers. Neben zahlreichen anderen Vorträgen versprechen die Beiträge zu Sportblogs und Sportjournalismus, investigativem Bloggen und der Frage, ob YouTube die Stars von morgen macht, spannende Informationen und viel Input.

Für alle, die nicht in Berlin vor Ort sein können, hier noch zwei Hinweise:

Die Vorträge auf der Hauptbühne werden auch dieses Jahr wieder von Spiegel Online gestreamt und auch auf der Website der re:publica gezeigt.

www.spiegel.de

www.re-publica.de 

Wir von blueReport stellen zudem einen RSS-Feed zur aktuellen Berichterstattung zur Verfügung.  Mit diesem kann man ganz einfach alle Blogposts und Artikel in den Onlinemedien abonnieren.

 

Michael Ehlers präsentiert sein neues Buch Social Media haben unsere Kommunikation nachhaltig verändert, nicht nur die private, sondern vor allem auch die professionelle. Michael Ehlers, einer der bekanntesten Kommunikationsexperten im deutschsprachigen Raum, spricht von einer Revolution, die aber nicht überall angekommen sei. In seinem neuen Buch “Kommunikationsrevolution Social Media”, das in wenigen Tagen erscheint, stellt er Funktionen und Werkzeuge des Webs 2.0 vor und gibt einen Überblick zu Chancen sowie Risiken der Sozialen Medien. Wir haben uns mit ihm über sein Buch, Facebook-Skepsis und die neusten Trends im Social Web unterhalten.

blueReport: Am 19. April erscheint Ihr neues Buch „Kommunikationsrevolution Social Media“. Wie hat das Social Web unsere Kommunikation verändert?

Michael Ehlers: Das Social Web hat sowohl unser Informations-, als auch unser Kommunikationsverhalten revolutioniert. Dabei haben wir die größte Revolution bereits hinter uns, denn Social Media ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Alltags. Die Welt ist vernetzt und das Schöne daran ist – jeder kann mitmachen. Denn im Social Web kann jeder sowohl Konsument als auch Produzent von Inhalten sein. Das revolutioniert insbesondere die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden. Informationen werden nicht mehr nur in eine Richtung weitergegeben, sondern der Kunde hat die Möglichkeit, sofort Feedback zu geben und in direkten Kontakt mit Unternehmen zu treten. Dadurch schafft das Social Web eine Annäherung zwischen Menschen, Marken, Dienstleistungen und Produkten. Social Media erleichtern damit sowohl die zwischenmenschliche Kommunikation als auch die Unternehmenskommunikation und machen sie direkter, offener und uns produktiver.

An wen wendet sich ihr Buch?

Mein Buch wendet sich im Grunde an jeden, der sich umfassend über Social Media und den richtigen Umgang damit informieren möchte, um darüber erfolgreich, effektiv und sicher kommunizieren zu können. Im Kern stehen Unternehmer/innen vom Freiberufler, Händler bis zum Mittelständler oder Manager, die ihre Produkte und Dienstleistungen im Netz richtig positionieren wollen. Aber auch Eltern, die einfach wissen wollen was in diesen Netzwerken Ihrer Kinder so passiert, werden aus dem Buch wichtige Erkenntnisse mitnehmen können.

Bei wem ist der mediale Wandel weniger angekommen: bei Privatpersonen oder in der Unternehmenskommunikation?

Weniger angekommen sind die Sozialen Medien bei Unternehmen. Betrachtet man die Sozialen Netzwerke, wird erkenntlich, dass Milliarden Menschen diese nutzen, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben und soziale Beziehungen zu pflegen. Viele Unternehmen haben den Trend Social Media erkannt und nutzen ihn bereits für ihre Kommunikation. Aber noch immer gibt es zahlreiche Unternehmen, insbesondere im Handel, die sich gegen Social Media wehren und auch in Zukunft werden viele davon sich nicht aktiv daran beteiligen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass insbesondere Unternehmen, die im Endkunden- und B2B Bereich tätig sind, sich nicht vor dem Social Web verschließen dürfen, um keinen Schaden dadurch zu erleiden und besonders die großen Chancen für sich zu nutzen!

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